Bußgeldkatalog: Überladung beim Wohnmobil
Eine Reise mit dem Wohnmobil verspricht Freiheit, Abenteuer und unvergessliche Erlebnisse. Vor Reiseantritt sollte man sich jedoch über die gesetzlichen Bestimmungen informieren, insbesondere über das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs und die richtige Beladung. In Deutschland sind die Vorschriften streng, und wer mit einem überladenen Wohnmobil unterwegs ist, riskiert Bußgelder und andere Konsequenzen gemäß dem Bußgeldkatalog.
1. Rechtliche Aspekte und sicheres Beladen
Diese Strafen gelten sowohl für Wohnmobile bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen als auch für Caravans bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 2 Tonnen. Es ist wichtig zu beachten, dass Überladung nicht nur sehr teuer sein kann, sondern auch die Sicherheit auf der Straße gefährdet.
Der Bußgeldkatalog bietet weitere Informationen zu den rechtlichen Konsequenzen und den genauen Strafen für Überladung beim Wohnmobil. Es ist ratsam, sich vor Reiseantritt über die geltenden Vorschriften zu informieren, um unerwünschte Überraschungen und potenzielle Geldstrafen zu vermeiden.Um Überladung zu vermeiden und die Sicherheit auf der Straße zu gewährleisten, sollten Wohnmobilbesitzer die Ladung ihres Fahrzeugs regelmäßig überprüfen und nur die notwendigen Gegenstände mitnehmen. Eine gleichmäßige Verteilung des Gewichts im Fahrzeug ist ebenfalls wichtig, um die Fahrsicherheit zu gewährleisten. Es gilt immer je schwerer das Wohnmobil oder der Caravan, desto länger der Bremsweg!
2. Gewichtsbeschränkungen und Sicherheit
Ein entspanntes Wohnmobilabenteuer beginnt mit einer sorgfältigen Beladung. Insbesondere für Inhaber eines Führerscheins der Klasse B, die auf Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 3,5 Tonnen beschränkt sind, ist die Auswahl der Zuladung begrenzt. Dies kann dazu führen, dass viele Fahrzeuge am Rande der zulässigen Grenze beladen werden.
Selbst für Fahrzeuge mit einem höheren zulässigen Gesamtgewicht ist es wichtig, die Vorschriften zu beachten, um Sanktionen zu vermeiden. Die Gewichtsbeschränkungen sind nicht nur aus rechtlichen Gründen wichtig. Überladung beeinträchtigt auch die Sicherheit und das Fahrverhalten des Fahrzeugs erheblich. Ein überladenens Wohnmobil erfordert längere Bremswege und erhöht das Risiko von Unfällen. Um Überladung zu vermeiden, sollten Reisende bei der Packliste sorgfältig vorgehen. Das Gewicht der Innenausstattung und die Befüllung der Tanks sollten ebenfalls genau berücksichtigt werden. Leichte Alternativen zu schwerem Geschirr und anderen Gegenständen können dabei helfen, das zulässige Gesamtgewicht einzuhalten. Solche Alternativen finden Sie hier in unserem Camping-Shop.
Des Weiteren ist es ratsam, die Route im Voraus zu überprüfen und zu erkunden, ob ein Tankstopp unterwegs möglich ist, um das Gewicht des Fahrzeugs zu reduzieren. Durch diese kleinen Anpassungen kann nicht nur das Risiko von Sanktionen minimiert, sondern auch ein sichereres und angenehmeres Reiseerlebnis gewährleistet werden.


Bußgelder für Überladung
Gemäß den Bestimmungen des Bußgeldkatalogs in Deutschland muss man als Wohnmobil- oder Caravan-Besitzer mit folgenden Strafen rechnen, wenn das Fahrzeug das zulässige Gesamtgewicht (zGG) überschreitet:
Deutschland
Überladung | Bußgeld in € | Punkte in Flensburg | ||||
---|---|---|---|---|---|---|
ab 5% | 10 | - | ||||
ab 10% | 30 | - | ||||
ab 20% | 95 | 1 | ||||
ab 25% | 140 | 1 | ||||
ab 30% | 235 | 1 |
*alle Angaben Stand 02/2024

Europa
Bitte beachten Sie, dass im europäischen Ausland die Strafen deutlich höher ausfallen können, da viele Länder bezüglich der Überladung eine Null-Toleranz-Grenze haben!
Land | Toleranzabzug | Sanktionen | |
---|---|---|---|
Belgien | Bis zu 2% | 110 bis 330 Euro (ausländische Urlauber müssen immer in bar zahlen) | |
Dänemark | Bis zu 1% | bis 3,5 t je % Abweichung: | 10 Kronen für Fahrer, 25 Kronen für den Halter |
über 3,5 t je % Abweichung: | 100 Kronen für Fahrer, 250 Kronen für Halter | ||
Frankreich | Nein | 135 bis 750 Euro | |
Großbritannien | Nein | 70 bis 6000 Euro (umgerechnet) | |
Italien | Bis zu 5% | Mindestens 41 Euro, Höchststrafe 1697 Euro | |
Kroatien | nicht angegeben | Mindestens 40 Euro | |
Luxemburg | nicht angegeben | Bei 10% Überladung: 74 Euro, danach 251 bis 5000 Euro | |
Niederlande | nicht angegeben | Mindestens 130 Euro, Höchststrafe 850 Euro | |
Österreich | Mehr als 2% | Mindestens 36 Euro, Höchststrafe 5000 Euro | |
Portugal | nicht angegeben | Zwischen 60 und 300 Euro | |
Schweiz | nicht angegeben | Mindestens 85 Euro (bei weniger als 100kg Überschreitung), 170 Euro (über 100kg) | |
Spanien | Bis zu 1% (6-15% über zGG) | 300 bis 400 Euro, Höchststrafe 4600 Euro |
*alle Angaben Stand 02/2024
Unsere Tipps
Überladung vermeiden leicht gemacht!
Um Bußgelder und andere Probleme im Zusammenhang mit Überladung zu vermeiden, sollten Wohnmobilbesitzer einige einfache Tipps beachten:
1. Packen Sie leicht: Nehmen Sie nur das mit, was Sie wirklich brauchen, und vermeiden Sie unnötige Gegenstände.
2. Überprüfen Sie das Gewicht: Wiegen Sie Ihr Wohnmobil, um sicherzustellen, dass es innerhalb der zulässigen Grenzen liegt.
Nutzen Sie dazu ein Eichamt in Ihrer Nähe.
3. Verteilen Sie das Gewicht gleichmäßig: Achten Sie darauf, dass schwere Gegenstände gleichmäßig im Wohnmobil verteilt sind.
4. Planen Sie vorausschauend: Vermeiden Sie unnötige Gegenstände von Anfang an, um das Gewicht zu reduzieren und Platz zu sparen.